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Dorffestkirche

16.07.17 (Allgemein, Kirchengemeinde Elbenberg)

 

Was hat das Dorffest wohl mit Luther zu tun?

 

 

Weil wir in diesem Jahr das Reformationsjubiläum der 1517 veröffentlichten 95 Thesen des Martin Luther  gegen den Missbrauch des Ablasses feiern, also 500 Jahre danach.
Jedoch fehlt bei unserem Elbenberg eine „0“ im Jubiläumsjahr, hier sieht man mal wieder, eine Null an der richtigen Stelle macht viel aus.

Anbei die Vorlage für den Dialog anlässlich des Dorffestes, zugesandt von Pfr. Oliver Jusek, vielen Dank dafür.

P=Philipp (alias Pfr. Oliver Jusek) / K=Karl, alias York Jürgen Sengier )

P: Ich möchte nicht unhöflich erscheinen, aber ich wäre jetzt ganz gerne allein

K: Wer sind sie denn überhaupt

P: Philipp Landgraf von Hessen

K: Kaiser Karl der fünfte ich habe sie gar nicht erkannt, nach all den Jahren

P: Was machen sie denn in meiner Badewanne

K: Ich habe mich verirrt…das Dorf ist aber auch unübersichtlich

P: Nun ja, aber jetzt wissen sie ja, dass sie in einer fremden Badewanne sitzen und dennoch baden sie weiter.

K: Das ist korrekt

P: Nun gut…“will die Luther-Ente reinholen“

K: Der Luther bleibt draußen

P: Aber ich bade immer mit diesem Luther

K: Wenn sie den Luther hineinnehmen, dann lasse ich das Wasser heraus.

P; Aber was haben sie denn gegen den Luther

K; Na der versteht doch das Abendmahl überhaupt gar nicht…völlig falsch gedeutet hat er das. Und frech ist der auch…da lass ich ihn für vogelfrei erklären und er lässt sich einfach nicht umbringen. Das geht doch nicht

P: Also wirklich, sie sind ja ein Unmensch.

K: Hmm…Grml…nagut, dann lassen sie eben den Luther rein

P: Nein, mit ihnen teilt mein Luther kein Badewasser. Der Luther bleibt draußen.

K: Ach machen sie doch was sie wollen. 

P: Da muss ich protestieren.

K: Nicht schon wieder!

P: Das hat damals anscheinend nicht gereicht. Wenn sie den Luther immer noch nicht reinlassen wollen.

K: Der hat sich ja auch nicht verändert.

P: Ach weißt du das sind doch alles uralte Streitereien…meinste nicht, dass es langsam Zeit wird…

K: Nein es sind doch grundlegende Dinge…Das Amtsverständnis Abendmahl…da können wir nicht zusammenkommen.

P: Aber die Grundlage an sich, ist doch eine ganz andere…

K: Echt…was denn…Ketzer

P: Liebe…

K: Ach jetzt kommen Sie mir nicht damit…mit Liebe gewinnt man keine Kriege

P: Ja eben…

K: Hmm…naja eigentlich hatten die Kriege auch nichts Gutes hm…

P: Ganz genau. Und die Menschen von heute, sind doch eh viel offener…guck mal Elben und Elberberg ham ja auch zusammengefunden…

K: Naja die waren ja auch beides Protestanten

P: Schon, aber die gehören alle zu Naumburg…das is schon schwer katholisch. Und die Menschen hier leben friedlich zusammen. Die Gläubigen von beiden Seiten sind befreundet.

K: Sie meinen, die Basis hat die ganzen Streitigkeiten gar nicht mehr?

P: Naja ein paar schon, aber eben nicht mehr so schlimm wie früher

K: Hmm…aber die sind doch immer noch verschiedene Konfessionen

P: Ja aber mit der gleichen Basis

K: Ja die Liebe…Ham se vorhin gesagt.

P: Genau…Wie es Paulus schon gesagt hat:
Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.

K: Naja das scheint ja geklappt zu haben. Wenn die sich nicht mehr gegenseitig die Köppe einschlagen wie wir früher…dann ist ja tatsächlich einiges gewonnen.

P: Sie sind tatsächlich in der Liebe reicher an Erkenntnis und Erfahrung geworden…zumindest reicher als wir…wir streiten uns ja immer noch um den alten Luther…

K: Vielleicht können wir ja auch den Streit hinter uns lassen… Meinen sie das geht?

P: Ich glaube schon…immerhin hätte dich unser Streit schon fast den Kopf gekostet.

K: Stimmt…das war nicht so glorreich. Also…Freunde?

P: Weil Du’s bist! Shakehands…Hmm fühlt sich gleich viel besser an finde ich!

K: Da hast du schon recht. Ich glaube, der Paulus hatte recht…mit Liebe funktioniert das Leben einfach besser. 

P: So können dann sogar zwei Dörfer zusammenwachsen. 

K: So können dann auch wir Menschen zusammenwachsen. Können die Dorfgemeinschaft bereichern, können Freundschaften wachsen lassen.

P: Du meinst: So können wir am Reich Gottes bauen.

K: Amen. 

Und mit dem allgemeinen „Vater unser“ endete dieser, wieder mal gut vorbereitete Gottesdienst unter einer sehr hohen Teilnehmerzahl.

 

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