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aus der „Kernstadt“~Partnerstädte

09.11.17 (aus der Kernstadt)

Gute Freunde in Feierlaune

 

 

Am Wochenende begeht Naumburg mit seinen Partnerstädten Komárom und San Mauro ein Doppeljubiläum.

In vielen Gemeinden stehen die einst abgeschlossenen Städtepartnerschaften nur noch auf dem Papier, in Naumburg werden die
Verbindungen mit dem ungarischen Komárom und dem italienischen San Mauro Pascoli weiter gepflegt. Und das seit Jahren: Die Partnerschaft
mit Komárom besteht in diesem Jahr 25 Jahre, die mit San Mauro seit 15 Jahren. Gute Gründe also zum Feiern.

Nachdem bereits im April das silberne Jubiläum in der Stadt an der Donau gefeiert wurde, wird es am kommenden Wochenende nun einen
Festakt an der kleinen Elbe geben, an dem auch 17 Gäste aus Ungarn teilnehmen werden. Und dazu wird auch eine italienische Delegation anreisen, um auch das 15-Jährige bei dieser Gelegenheit zu begehen.

Wurde die Städtepartnerschaft mit Komárom vor 25 Jahren noch vonseiten der Stadt eingefädelt und gepflegt, dann über viele Jahre
auch maßgeblich von der Naumburger Stadtkapelle getragen, so ist längst ein Partnerschaftskomitee für die Kontaktpflege zuständig. Hille Werner ist Sprecherin des Patenschaftsvereins und seit 18 Jahren regelmäßig in Komárom. Im April war sie mit der offiziellen Delegation bei den Jubiläumsfeierlichkeiten, im November wird sie mit weiteren Mitgliedern des Komitees erneut für ein paar Tage in die 
Partnerstadt fahren.

Verbundenheit: Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable und sein ungarischer Amtskollege aus Komárom, Dr. Attila Molnar (vorn), verbinden die Basaltstelen mit einer Stahlkette. San Mauros Bürgermeister Allesandri reiste aufgrund einer Autopanne bei München erst später an.

Sie hat Veränderungen in der Partnerschaft miterlebt, den Wandel vom kommunal getragenen Projekt hin zu einem Miteinander auf überwiegend privater Ebene. „Es läuft heute vor allem über die engen privaten Freundschaften, die sich ergeben haben. Man besucht sich nicht nur, man schreibt sich auch und hält den Kontakt.“ 

Und das, sagt Bürgermeister Stefan Hable (CDU), sei doch auch der Idealfall: Wenn es nicht über die Bürgermeister läuft, sondern wenn das Miteinander über die Grenzen hinweg durch die Freundschaft der Bürger zum Selbstläufer wird. 

Allerdings sorgen sich beide auch darum, dass die Partnerschaft bei den jüngeren Naumburgern heute kein Thema ist. Nach Jugendfreizeiten in den ersten Jahren, der Beteiligung durch die Jugendarbeit der Vereine
und der Feuerwehr tragen die Älteren die Partnerschaft. Das bestätigt auch Willy Gerhold für die Partnerschaft mit San Mauro. Die 36 Mitglieder des Partnerschaftsvereins sind über 50, die meisten gar schon
über 60, sagt der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins. „Unsere Begegnungen sind sehr lebendig“, sagt Gerhold. Aber langfristig brauche es eben auch Jüngere, wenn die Verbindung zwischen Naumburg und den beiden befreundeten Städten in Italien und Ungarn langfristig Bestand haben soll. Und das sei doch so wichtig, betonen Gerhold und Werner, denn der Kern der Städtepartnerschaften sei nach wie vor, ein anderes Volk näher kennenzulernen und die Leute dort und ihre Kultur besser zu verstehen. Die regelmäßigen Fahrten, die von beiden Komitees angeboten werden, seien eine Möglichkeit zum Einstieg.

Symbol der Freundschaft: Die beiden Vorstandsmitglieder der Naumburger Partnerschaftskommission, Willi Gerhold (rechts) und Winfried Kramer, enthüllten die Gedenktafel am neuen Naumburger Platz der Städtepartnerschaften.

Die Zukunft Städtepartnerschaften wird sicher auch bei den Feierlichkeiten am Wochenende Thema sein: etwa bei der Einweihung des Platzes der Städtepartnerschaften am Samstag, 28. Oktober, um 10 Uhr am Haus des Gastes in Naumburg und auch beim Festbankett für geladene Gäste am Samstagabend im Elbenberger Gemeinschaftshaus
Flachsrose.

Hintergrund
Partner am Meer und an der Donau
Komárom hat rund 20 000 Einwohner. Sie liegt am rechten Ufer der
Donau und an der Grenze zur Slowakei. Die slowakische Schwesterstadt Komárno ist mit Komárom durch eine Brücke über die Donau verbunden. Im Jahre 1965 wurde in 1263 Meter Tiefe Thermalwasser entdeckt. Das Wasser wurde als Heilwasser anerkannt. Komárom hat folgende Partnerstädte: Komárno (Slowakei), Lieto (Finnland), Judendorf-Straßengel (Österreich), Sebes (Rumänien), Sosnowiec (Polen) und Naumburg.

Neuer Platz der Partnerschaftsstädte in Naumburg: Wegweiser zeigen an, wie weit es von Naumburg aus in die beiden Partnerstädte ist.

San Mauro Pascoli
hat knapp 12 000 Einwohner und liegt in der Region Emilia-Romagna. Das Ortszentrum liegt etwa sieben Kilometer vom Adriatischen Meer entfernt. Etwa 15 Kilometer südöstlich liegt die Stadt Rimini, 18 Kilometer nordwestlich die Stadt Cesena. Partnerstädte von San Mauro sind Teggiano (Italien), Gracanica ( Bosnien und Herzegowina),
Sousel (Portugal) und Naumburg.
 Quelle: Wikipedia
Quelle, ©HNA vom 26. Oktober 2017

 

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