Neues aus Elbenberg

was gibt es Neues, wer hat Informationen?

Familienwandertag

28.05.08 (Neues aus Vereinen)

13_elbenberg-diro.jpgDer SPD Ortsverein Elbenberg – Altendorf
     lud wieder mal zum traditionellen
            Wandertag am 22.o5. ein
   

Es hatten sich viele Gäste am Fronleichnamstag, am Gemeinschaftshaus Flachsrose eingefunden. Mit Kind und Kegel ging es auf eine Historik – Tour Wieder einmal lud der SPD Ortsverein Elbenberg / Altendorf zum traditionellen Familienwandertag alle Einwohnerinnen und Einwohner an Fronleichnam ein.Treffen war um 9.30 Uhr am Gemeinschaftshaus Flachsrose.
Diesmal hatten sich die verantwortlichen eine historische Tour ausgedacht, eine Mühlentour. Hierbei konnte man Dr. Volker Knöppel als erfahrenen Historiker zur Führung der Gruppe gewinnen. Herr Knöppel, auch jahrelang in Elbenberg wohnhaft, erklärte sich gernbereit, diese Führung zu übernehmen. So ging es pünktlich ab dem Gemeinschaftshaus mit ca. 60 Teilnehmern incl. Kinder los. Der Weg führte durch die Mittelstraße hin in die Straße „Zur Schlagmühle“, hier wurde die erste Mühle „die Schlagmühle“ besichtigt. Es gab viel interessantes zu berichten, was einige Einheimische zum Staunen brachte. 
Anbei zu jeder Mühle einmal eine Kurzgeschichte, allesamt aus den Büchern die zum Kirchbau & Dorffest 1988 erschienen sind
Die Schlagmühle:
erbaut / fertiggestellt – 1727; errichtet von der Familie von Buttlar und weitergegeben a.d. Schwager Jakob Bruckhäuser. 1778 ging die Schneide – & Schlagmühle dann in den Besitz von Heinrich Schmalz, in 1793 an Balthasar Schmalz. 1857 besaß die Mühle einen Weizen – & Korngang, sowie eine Reinigungsmühle & gehörte einem Konrad Schmalz.
Um 1898 brannte das Mühlengebäude ab. Um 1900 wurde das Haus als Backsteinbau ausgeführt, es gab kein Mühlrad mehr sondern eine Turbine, so um 1934. Die Mahleinrichtung wurde 1958 entfernt. Heute wird das gesamte Areal mit Wohnhaus von der Fam. Pech bewohnt und bewirtschaftet. 
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                                                         21_22o5-diroschlgagmuehle.JPG so sieht sie “jetzt” aus
 
Die Thürenmühle (nach dem letzten Besitzer so genannt):
Zu lesen war, das diese bis 1849 eine Lehensmühle der Fam. von Buttlar war und in einer Gemarkungskarte von Elben auch 1699 die einzige Mühle gewesen sein soll.Im Jahre 1807 wurde sie wegen Baufälligkeit abgerissen und in demselben Jahr wieder durch die Fam. Schmalz neu errichtet. Nach einem Ablösungsvertrag mit Buttlars ging diese 1849 in den Besitz des Müller C. Schmalz. Die aus einem Öl – & Schneidegang bestehende Mühle ging 1870 an die Fam. Knieling der die Mühle umbaute und nur noch mit einem Mühlrad betrieb.
Bis 1960 unterhielt die Fam. Knieling auch noch eine Dreschmaschine (-1910) u.eine Kreissäge (- kurz nach 1945). 1970 wurde der Mühlenbetrieb aufgegeben. Auch wieder bewohnt.
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                           22_22o5-dirothuerenmuehle.JPG so sieht sie “jetzt” aus


Zur Hardtmühle:
 
Die buttlarische Lehensmühle wurde 1715 von Papiermachermeister J. M. Scheuermann erbaut. Ehemals Papiermühle, zeitweise Tuchfabrik, bereitete man in 1851 die Errichtung eines Brauereibetriebes vor. !852 erteilte man aus Kassel, damalige Kurfürstliche Regierung, für fünfzehn Jahre zum Malzschroten & Gerstenschälen. Noch im selben Jahr wurde ein Braumeister aus München eingestellt. Für das Lagern wurde am Sportplatz der Felsenkeller eingerichtet ( 1852 ). Doch hielt diese Geschichte nicht lang an und man konzentrierte sich wieder dem Holzschneidegang mit zwei Mühlrädern (1867). Später wurde nur noch ein Mühlrad verwant. Ab 1909 spielte die Hardtmühle eine wichtige Rolle i.d. Wasserversorgung. Hier wurde das Wasser zum Hardtkopf gepumpt & 1934 wurde diese tätigkeit eingestellt da eine neu gefasste Quelle das Wasser direkt in den Hochspeicher abgab. Das mit Wasserkraft betriebene Sägewerk war bis in die sechziger Jahre noch in Betrieb. Danach gab es mehre Wohnungen zu vermieten und in den achtziger / neunziger Jahen wurde dies Haus von einem Hr. Jelitto gekauft. Kurzweilig wurde aus dem Gebäude eine Gaststätte gemacht und nach einem Brand im Jahre 199- im Dachstuhl wurde die Hardtmühle grundsaniert. Dies ging schleppend voran, aber um so schöner ist sie geworden.
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und von hier aus ging es Richtung Waldhof und dann im Feld links ab nach Altendorf um die letzte Mühle der “Mühlenwanderung” anzuschauen und auch gleichzeitig eine deftige “Vesper” zu machen, zur
Altendorfer Mühle, wo die Fam. Ritter wohnt.
D
avon ein paar Bilder:
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Gerd Förster beim Schmaalzenbrot schmeeren,
se haddeen au alle ganz scheenen Hunngern un Dorscht.


                      

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und bald ging es wieder zurück, hier noch einmal ein Blick in`s Elbetal,
an den Elbschen Sportplatz, wo

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schon das Mittagessen auf die Teilnehmer der “Mühlentour” wartete
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nicht nur gutes Essen, sondenes war auch an Spiel & Spaß für die “jüngeren” Teilnehmer
gedacht. Für die Erwachsenen gabs ein schönes kühles “Blondes”.
Fazit, es war eine schöne und auffrischende Historik – Tour, zumal das Wetter mitgespielt hat.
                  

Text:   Dieter Rohrbach
Historikhinweise & s / w Bilder: auszugsweise aus dem Buch
“Elbenberg in alten Zeiten”, erschienen 1986
Bilder: Uwe Förster und
          Dieter Rohrbach

                             
   
                             
           

2 Responses


  1. Gerd Förster
    02.06.08 um 07:58

    Hallo Dieter,
    vielen Dank für den ausführlichen Bericht,
    da ich selbst nicht mitlaufen konnte, ist
    es für mich besonders interessant.
    Gruß Gerd Förster !


  2. Astrid Stephan
    22.06.08 um 15:56

    Hallo Uwe und Dieter und alle die hieran mitgewirkt haben!
    Es war ein schöner Tag mit interessanten Berichten von Volker und in der Gemeinschaft einfach zum wohlfühlen und entspannen.
    Gruß Astrid Stephan

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