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29.05.08 (Rund um Elbenberg)

12_für Sie gelesen-Logo.pngKartellamt nimmt Spritmarkt ins Visier
      Verbraucher auf Barrikaden –
Inflatsionsrate steigt auf drei Prozent

Re­kordpreise für Erdöl, immer teurere Lebensmittel, Kosten­explosion an den Tankstellen: Die Inflationsrate wird im Mai wieder drei Prozent betragen, in Hessen sogar 3,5 Prozent.
Es kommt noch schlimmer: Energiekonzerne zeigen weitere Preisaufschläge bei Erdgas und Strom an. Folge: Über das Jahr gerechnet wird die Inflation nach Prognosen der Bundesbank drei Prozent betragen – das ist der höchste Wert seit 15 Jahren. Weil es für das schwer ver­diende Geld immer weniger Ware gibt, gehen Verbraucher jetzt auf die Barrikaden. We­gen ihrer Beschwerden hat das Bundeskartellamt gestern angekündigt, den Markt für Benzin und Diesel unter die Lupe zu nehmen. Die Wettbe­werbshüter wollen aber zu­nächst nur die generellen Marktbedingungen untersu­chen. Die einzelnen Unterneh­men bleiben außen vor. Die Mineralölwirtschaft kontert: Niemand sonst werde vom Kartellamt so oft unter die Lupe genommen wie das Tankstellengeschäft. Die hohen Spritpreise trei­ben offenbar viele Autofahrer in Züge und Busse. Bahnchef Hartmut Mehdorn jubelte ges­tern, weil im ersten Jahresdrit­tel rund 20 Millionen Fahrgäs­te hinzugewonnen wurden. Das Motto vieler Verbraucher laute: „Ticket statt Tanke”. Morgenluft wittert ange­sichts hoher Energiekosten auch eine andere Branche: Die Betreiber von Kernkraftwer­ken. Sie wollen nach der Bun­destagswahl 2009 auf die Ver­längerung der Laufzeiten ihrer Meiler drängen. Seit der Ver­einbarung über das Auslaufen der Kernenergie aus 2002 hät­ten sich Rahmenbedingungen völlig verändert, sagte der Prä­sident des Deutschen Atomfo­rums, Walter Hohlefelder. Hohe Energiekosten, mehr Wettbewerb und größere Ver­sorgungssicherheit sprächen für den Ausbau der Kernener­gie. Text: HNA – 29.o5.2008

Mein Senf zu diesem Artikel:
Seltsam das man erst jetzt das Kartellamt einschaltet und nicht schon vorher und das sich die Mineralölgesellschaften beklagen das sie so oft im Fadenkreuz des Kartellamtes seien. Wir haben doch jedes Mal die Schweinerei gerade vor Ferienbeginn oder aber vor längeren Feiertagen, da will mir doch keiner weis machen dass gerade eine Ölkrise geschweige denn ein Krieg in den Förderländern ist. Natürlich will ich auch nicht außer Acht lassen dass unserer Staat auch noch genug (gelinde ausgedrückt) an der „Brühe” verdient. Warum gerade jetzt kostet Diesel mehr als Benzin und Super, will man uns denn wirklich nur noch den Ökoquatsch überstülpen. Und was Herrn Mehdorn betrifft, da kann ich nur sagen das er bald wieder verärgerte Kunden haben wird, weil die DB gezwungen ist und wird die Preise den Energiekosten anzupassen. Ich will hier keine Stimmung machen aber es ist doch mal an der Zeit das was gegen die Preistreiberei unternommen wird, denn wo steigen denn Bitte unsere Löhne und Bezüge in solch einem Quantensprung.
Dieter Rohrbach

 

Klagen über Höchstpreise

Mineralölkonzerne orientieren sich bei Preisgestaltung an Tankstellen der Konkurrenz

“Das soll einer verstehen”, sagt Manfred Leffler. In Wolfhagen, so der Eindruck des 69 – jährigen Altenhasungers, seien die Spritpreise besonders hoch. Und dazu an den drei Zapfstellen der Kernstadt auch meist auf gleichem Niveau. Und gebe es einmal geringfügige Unterschiede, würden sie meist zügig ausgeglichenEin Blick auf die Preisschilder von Esso, Aral und bft gestern gegen Mittag bestätigt Lefflers Eindruck: Bei allen Dreien kostet der Diesel 151,9 Cent, Benzin und Super jeweils 154,9 Cent. Dass die Treibstoff-Preise allgemein steigen wie Silvesterraketen, daran hat sich der Rentner fast schon gewöhnt. Nicht aber daran, dass er, von einem Ausflug zur Verwandtschaft im Kohlenpott zurückkommend, immer wieder über Höchstpreise in Wolfhagen klagen muss. Zehn Cent Unterschied Vergangene Woche, erzählt er, sei er zu Besuch in Essen gewesen. Da habe er den Liter Sprit zehn Cent billiger kaufen können als in der Heimat. Klar habe er die Leute an den Kassen der Wolfhager Tankstellen schon darauf angesprochen. Man habe keinen Einfluss auf die Preise, habe er als Antwort erhalten. Eine weitgehende Machtlosigkeit bestätigt Iris Schwenke, Inhaberin der Wolfhager Esso-Tankstelle. Die Preise an den Säulen werden längst direkt von der Konzernzentrale in Hamburg aus eingestellt. Natürlich sehe man, was bei den Mitbewerbern auf den Preismasten stehe. Und wenn die dann tatsächlich mal auffällig günstiger liegen, “dann können wir auch anrufen und meckern”. Die Gesellschaften seien über die Wettbewerbssituation ziemlich gut informiert. “Einmal fangen die eine Runde an, ein anderes Mal die anderen”, sagt sie zu neuen Preisoffensiven – ganz gleich ob nach oben oder unten. Die Konkurrenz ziehe dann meist schnell nach. “Wir können nichts dafür”, sagt die Tankstellenchefin, “wir baden das nur aus”, wenn eine neue Preisrunde eingeläutet wird. “Wir bekommen seit 30 Jahren die gleiche Provision”, versichert Iris Schwenke. Höhere Preise mindern bei ihr den Gewinn, weil weniger getankt wird. Nicht nur für Autofahrer gelte: “Tanken macht keinen Spaß. Jeder ist genervt und gefrustet.” Katja Lugert sieht das ähnlich. Sie ist Shell-Stationsleiterin auf dem SVG-Autohof bei Niederelsungen. Ausflüge in die Nachbarschaft gehören zur Routine, denn: “Wir melden zweimal am Tag unsere Konkurrenz-Preise” an die Konzernzentrale. Die Preise werden dann so geschaltet, dass man im Wolfhager Land im Geschäft bleibe. “Wir melden zweimal am Tag unsere Konkurrenz-Preise.” Katja Lugert Ihre Shell-Station lag gestern Mittag beim Diesel einen Cent unter den Wolfhager Kernstadtpreisen, beim Benzin zwei Cent. Wer günstiger tanken wollte, war in Ippinghausen, Habichtswald und Zierenberg richtig. Bei bft in Dörnberg und Star in Zierenberg bot man den Sprit gestern zum niedrigsten Preis an: Diesel, Benzin und Super kosteten jeweils 148,9 Cent. Gegenseitiges Beobachten Aber wie kommt es zu Preisunterschieden von zehn Cent in unterschiedlichen Regionen, wie sie Manfred Leffler festgestellt hat? Das sei eine individuelle Sache und “richtet sich nach dem Wettbewerb vor Ort” in unterschiedlichen Wettbewerbsgebieten, sagt Aral-Pressereferentin Christina Rennkamp. In Ballungszentren herrsche ein höherer Konkurrenzdruck. Sie bestätigt: “Die Tankstellenpächter beobachten sich gegenseitig.” Was der Mitbewerber mache, “das wird der Gesellschaft gemeldet, und da reagiert man dann auch drauf”.
Von Norbert Müller
 Text: HNA – 29.o5.2008Mein Senf dazu:
Die Pächter bekommen immer den schwarzen Peter von den Kunden zugeschoben, aber das stimmt nicht. Befasst man sich einmal mit der Materie und fragt höflichst nach wie so etwas sein kann, Preise rauf – denn von runter kann nicht mehr wirklich die Rede sein.
Ich habe mich mal mit Frank Hofmann aus Naumburg drüber auseinandergesetzt und dieser sagte nichts anderes was andere Tankstellenpächter auch sagen: die elektronische Anzeige wird von den jeweilige Konzernzentralen geschaltet. Noch vor gar nicht langer Zeit musste Herbert und Frank Hofmann von der “calpam” noch die Leiter rauf und runter und die Preistafeln nach geheiß ändern. Aber wie schon erwähnt bekommen sie immer den Frust einiger Kunden ab und stehen da wie ein begossener Pudel und im gleichen Atemzug will man den Pächter Einnahmequellen wegnehmen. Aber stellt Euch doch mal vor wie sich die Tankstellenpächter selbst darüber ärgern, fahren sie doch alle selbst ein KFZ und bekommen nicht mehr seit den letzten Jahren an Provision.

Dieter Rohrbach

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fast ein Jahr liegt zwischen diesen Preisen
aufgenommen in Naumburg bei Hofmanns – calpalm –

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doch man bietet auch Preiswertere Altenativen an
– Auto – Gas –

Bilder: Dieter Rohrbach


 

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