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14.03.15 (Allgemein, für Sie eingstellt, Infos vom www.elbenberg-Team)

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Die beiden Kirchenkreise Wolfhagen und Hofgeismar sollen sich zum 1. Januar 2020 zusammenschließen. Über diese Entscheidung der beiden Leitungsorgane, der Kirchenkreisvorstände aus Wolfhagen und Hofgeismar, informierte Dekan Dr. Gernot Gerlach die Mitglieder der Kreissynode während ihrer Zusammenkunft in Ehringen.

Zur Klärung der Details wurde eine gemeinsame Steuerungsgruppe eingesetzt. Ihr gehören die beiden Dekane, die Vorsitzenden und zwei weitere Mitglieder der Kreissynoden an. Im Laufe der nächsten Monate wird dieses Gremium mithilfe externer Beratung einen gemeinsamen Verfahrensvorschlag und eine Beschlussvorlage zur „Bildung eines Kirchenkreises Hofgeismar-Wolfhagen 2020“ erarbeiten, über den die Kreissynoden im Herbst 2015 abstimmen werden.

Die Steuerungsgruppe wird einiges zu bearbeiten haben. So gilt es unter anderem zu klären, was eine Fusion für die Arbeitsfelder Jugendarbeit und Kirchenmusik bedeutet. „Für den Einzelnen wird sich nichts ändern“, sagt der Vorsitzende der Wolfhager Kreissynode, Kirchenrat Günther Dreisbach. Aber es werde Änderungen in der Leitungsstruktur geben, also dann nur noch einen Dekan.

Auch die Synode werde es treffen. Im Moment, sagt Dreisbach, sei jede Kirchengemeinde mit einem Synodalen im Kirchenparlament vertreten. Nach der Fusion werde das nicht mehr so sein. Derzeit habe der Kirchenkreis Wolfhagen 75 Synodale, Hofgeismar 120. Ein gemeinsames Parlament mit fast 200 Synodalen würde jeden Rahmen sprengen. 

Jeder für sich zu klein
Laut Dekan Dr. Gernot Gerlach folgt man mit diesem Schritt einer Vorgabe des Rates der Landeskirche und der Landessynode. Nach Ansicht beider Gremien, so Gerlach, seien die Kirchenkreise nicht groß genug, um einzeln weiterzubestehen. Kirchenkreise sollten zwischen 25 und 40 volle Gemeindepfarrstellen haben. Und das wird mit Ablauf der Neuordnung 2017 weder Hofgeismar noch Wolfhagen erfüllen.

In fünf Jahren soll der neue, moderne Kirchenkreis stehen. Der Termin sei deshalb gesetzt worden, weil dann auch wieder die Kirchenvorstände neu gewählt werden. Anknüpfungspunkte gebe es schon etliche. Gerlach: „Wir arbeiten in vielen Bereichen zusammen, in der Diakonie, in der kirchlichen Verwaltung, im Familienentlastenden Dienst und auch im Bereich der Kindertagesstätten.“

„Es wird ein recht großer, lang gestreckter Kirchenkreis“, erklärt Günther Dreisbach, „von Altendorf im Süden bis Vernawahlshausen im Norden sind es fast 100 Kilometer.“

Nach Angaben von Dekan Gerlach wird der „Kirchenkreis der Zukunft“ zentrales Thema der Herbstsynode am 6. November sein.

Weniger Taufen, mehr Bestattungen
Kirchenkreis in Bewegung“ lautete das Motto der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Wolfhagen in Ehringen. Und eine deutliche Bewegung verzeichnete man im vergangenen Jahr auch bei der Zahl der Gemeindeglieder. Dekan Dr. Gernot Gerlach informierte die Synodalen darüber, dass es einen bislang so noch nicht verzeichneten deutlichen Rückgang bei der Zahl der Gemeindeglieder gegeben habe. „Unter dem Strich haben wir einen Rückgang um 512 Personen im Jahr 2014.“ Begründet sei dies durch weniger Taufen, mehr Beerdigungen, mehr Kirchenaustritte und die Abwanderung von mehr jungen Leuten aus dem Wolfhager Land.

Weniger Pfarrstellen
Laut dem Vorsitzenden der Kreissynode, Günther Dreisbach, sei „der Hauptpunkt die Schere zwischen Taufen und Beerdigungen, die immer weiter auseinandergeht“. Zum Jahresende hatte der Kirchenkreis Wolfhagen 24 550 Kirchenglieder. Und eine weitere interessante Zahl nannte der Dekan: „832 Kinder und Jugendliche leben in unseren Gemeinden in evangelischen Familien, die nicht getauft sind.“

Zur Entwicklung bei den Pfarrstellen teilte Gerlach mit, dass man bei der Stellenanpassung schon recht weit sei. Sparvorgabe sei, 2,25 Stellen bis 2017 abzubauen.

Der Kirchenkreis Wolfhagen werde nach Umsetzung der Sparauflagen über zusammen noch 14,5 Pfarrstellen verfügen.

Hofgeismar ist größer
Der Kirchenkreis Hofgeismar hat (Stand Ende 2014) 39 294 Gemeindemitglieder. Er wird nach Ende der laufenden Neuordnung im Jahr 2017 über 23 Pfarrstellen verfügen.

Der Kirchenkreis Wolfhagen hat 24 550 Mitglieder. Die Pfarrstellen liegen Ende 2017 bei 14,5.

 

Quelle, ©HNA v. 05.03.2015

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