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19.07.15 (Allgemein, für Sie eingstellt, Infos vom www.elbenberg-Team)

170px-Coat_of_arms_of_Argentina_svg wappenNeues Verbundmodell für Klinikstandorte
Mit Besetzung der Chefarztstelle kooperieren Kassel und Wolfhagen

 

 

Die Kreisklinik Wolfhagen hat einen neuen Chefarzt: Prof. Dr. Frank Schuppert leitet ab sofort die Abteilung für Innere Medizin, nachdem diese Stelle seit eineinhalb Jahren vakant war. Mit ihm startet die Gesundheit
Nordhessen (GNH) ein neues Modell zur Vernetzung der Klinikstandorte. Schuppert ist gleichzeitig Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Innere Medizin am Klinikum Kassel. Er wird zwei
Tage die Woche in Wolfhagen sein.

Bei Auslastung des Klinikums sollen Patienten in Wolfhagen versorgt werden. Dies gilt auch für die Intensivversorgung. Dazu wurden die Beatmungsplätze in Wolfhagen von drei auf vier aufgestockt. Das Verbundmodell ist perspektivisch auch für Hofgeismar angedacht. „Wir wollen mit diesem Austausch Erfahrungen
sammeln, durch neue Angebote in Wolfhagen die Klinik noch attraktiver machen und den Marktanteil erhöhen“, sagte GNH-Vorstandschef Karsten Honsel gestern in einer Pressekonferenz gegenüber der HNA. Dies gehöre zu einem langfristigen Erfolgskonzept für die Kliniken im ländlichen Raum.

Der Chefarzt entwickelt außerdem derzeit mit Oberarzt André Raum ein neues Konzept zur Weiterbildung von Fachärzten der Inneren und Allgemeinmedizin in der Kreisklinik. Auch die OP-Palette könnte erweitert werden.

„Ich habe vor, genau zuzuhören, was die Patienten und die niedergelassenen Ärzte im Wolfhager Land von unserer
Abteilung erwarten und das nach und nach umzusetzen“, sagte Schuppert bei seiner Vorstellung. Zu diesem Zweck
werde er zunächst regelmäßig an Visiten teilnehmen und die Abläufe kennenlernen.

„Dies ist eine guter Tag für die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum“ sagte Landrat Uwe Schmidt. Mit dem
Dienstantritt des neuen Chefarztes solle die Kooperation der Kliniken intensiviert werden.

„Das neue Verbundmodell geht ans Netz“, sagte der neue Chefarzt der Inneren, Prof. Dr. Frank Schuppert, gestern bei seiner Vorstellung in der Kreisklinik. Der Verbundgedanke ist es, den er gemeinsam mit Oberarzt André Raum intensiv in der Praxis umsetzen will. Einen Probelauf gab es bereits zum Jahresanfang, als das Klinikum komplett ausgelastet war und Patienten von dort in Wolfhagen betreut wurden. Für GNH-Vorstandchef Karsten Honsel ist es auch denkbar, Patienten im Klinikum Kassel erstzuversorgen und dann zur Weiterbehandlung nach Wolfhagen zu schicken.

Dies müsse aus der Sicht von Landrat Uwe Schmidt (SPD) nicht immer längere Fahrerei für Angehörigen aus Kassel bedeuten, da die Tour über die Autobahn bisweilen schneller sei als durch die Stadt. Zudem würden in Wolfhagen
kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen.

Schuppert und Raum wollen jetzt unter anderem ein Weiterbildungskonzept für Fachärzte für Allgemeinmedizin
und Innere anschieben. Auch hier sei die Vernetzung Schuppert. Bisher waren die fünfeinhalb Assistentenstellen
nicht alle besetzt. „Wir wollen beiden Fachrichtungen eine Grundausbildung anbieten.“

Hintergrund
Internist und Gastroenterologe
Prof. Dr. Frank Schuppert ist Internist, Gastroenterologe und Endokrinologe. Der 57- jährige stammt aus Hannover und studierte in Kiel und Würzburg Medizin. Es folgten Auslandsaufenthalte in Paris, San Francisco und an der Havard University in Cambridge (USA). Der Promotion in Würzburg folgte ein Forschungsstipendium in San Francisco. Seine Facharztausbildung absolvierte er an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die Habilitation an der MHH folgte 1996. Schuppert hat mehrere Ehrenämter.

Er lebt mit seiner Frau, der Musikermedizinerin Prof. Dr. Maria Schuppert, in Kassel und hat zwei erwachsene
Kinder.

Zum Tage
Positive Wende
Die Schließung der Geburtshilfe in der Kreisklinik im vergangenen Jahr hatte lange Zeit für depressive Stimmung in Wolfhagen gesorgt. Viele befürchteten gar das Aus für den Klinikstandort in absehbarer Zeit.

Schon mit der Gründung des Fördervereins vor einigen Wochen kam bessere Stimmung auf. Der Führungswechsel im Vorstand der GNH und der Eintritt des neuen Chefarztes der Kreisklinik könnte eine positive Wende einläuten. Der Neue, hochqualifiziert, charismatisch und dabei bescheiden, kann für neue Akzente in Wolfhagen sorgen. Seine nur zweitägige Präsens in Wolfhagen sollte kein Problem sein, der Oberarzt hat den Laden nun lange Zeit bestens allein geschmissen. Beide sind dem neuen Verbundgedanken aufgeschlossen und stecken mitten in der Planung
für innovative Entwicklungen in Wolfhagen. Ziel ist es, neue Patienten für die Kreisklinik zu gewinnen, was den
Bestand langfristig sichern soll. Kasseler Patienten können für weitere Auslastung sorgen. Gute Voraussetzungen, um jetzt optimistischer in die Zukunft zu blicken.

Hintergrund
Lange Suche nach Chefärzten

Die Chefarztstelle der Inneren Abteilung in der Wolfhager Kreisklinik war nicht besetzt, nachdem sich Dr. Norbert Krauss Ende April 2014 verabschiedet hatte. Oberarzt André Raum leitete die Abteilung kommissarisch. Die Neubesetzung habe soviel Zeit in Anspruch genommen, weil nicht alle Bewerber für die Stelle infrage gekommen seien, erklärte Geschäftsführer der Kreisklinik, Bernd Tilenius. Zudem sei es nicht einfach, hochqualifizierte Mediziner für kleine Kliniken zu finden. Ähnlich zäh hatte sich schon die Suche nach dem Chef der Chirurgie
gestaltet. Nach 20 Monaten konnte Dr. Hatim Kanaaneh Anfang 2014 endlich für den Posten gewonnen werden.

Ärzteteam Wolfhager Land Rundgang durch das Haus: Prof. Dr. Frank Schuppert (links) ist der neue Chefarzt der Innern in der Kreisklinik. Daneben Oberarzt André Raum, Kreisklinik-Geschäftsführer Bernd Tilenius, Landrat Uwe Schmidt und GNH-Vorstandschef Karsten Honsel.

 

Quelle, ©HNA v. 11.07.2015

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