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“Elbenberger Tradition”

06.10.16 (Allgemein, Traditionen in Elbenberg)

10_2016_10_03-dieter-rohrbach-kopieKirmes 2016

 

Strohbär steppte durch das Dorf
Vier Tage feierte man in Elbenberg Kirmes

Gut zu Fuß mussten sie schon sein, die 20 Elbenberger Kirmesburschen und -mädchen. Denn am Montagmittag starteten sie zu ihrem langen und mehrstündigen Marsch durch das Ober- und Unterdorf, klopften an jede Haustür und schnorrten bei ihren Mitbürgern als Gegenleistung für ein Gläschen Schnaps mit der nicht gerade appetitlichen Bezeichnung „Elbenberger Kamelseiche“ eine kleine Barspende, vor allem jedoch Eier, Speck und Wurst. Die Lebensmittel wurden dann am Abend im Gemeinschaftshaus Flachsrose zum „Leichenschmaus“ verarbeitet und serviert.

Denn am Montagabend hieß es Abschied nehmen von der diesjährigen Kirmes, die feierlich mit musikalischer Unterstützung von Mike Gerhold und Michael Holderbusch zu Grabe getragen wurde.

Strohkostüm verbrannt
Dabei verbrannten die Kirmesburschen und -mädchen unter Leitung von Kirmesvater  Christoph Oeste und Kirmesmutter Jasmin Albrecht nicht nur auf einer Wiese gegenüber der Flachsrose das Strohkostüm des Bären, bei dieser Gelegenheit wurde auch die noch verbliebene einzige volle Kirmesschnapsflasche verbuddelt. Für die Besucher der Trauerfeier gab es als Dank für ihr Kommen Eierbrote und Freibier, zudem konnten sie die Kirmesfahne ersteigern.

Im Mittelpunkt des Montagsumzuges standen die Symbolfiguren der Elbenberger  Traditionskirmes. Der Strohbär, diesmal von Kevin Lesch dargestellt, der Bärenführer
(Alexander Hirzel), der Polizist (Matthias Knatz) und die an langen von Jugendlichen getragenen Stangen baumelnden „Elbeheringe“, die nach alten Brauch das Ende der Kirmes signalisieren.

Begonnen hatte die Dorfkirmes am Donnerstagabend mit dem „Antrinken.“ Am Freitag
sorgte die Showband „Lipstick“ in der Flachsrose ebenso für heiße Partystimmung wie am Samstagabend die Band „Enjoy.“ Vorher war das Kirmesteam durch das Dorf gezogen, um allen Haushalten ein Ständchen zu spielen.

Das Programm am Sonntag hatte mit einem Kirmesgottesdienst begonnen. Daran
schlossen sich der Frühschoppen, Mittagessen aus der Feldküche, Kinderkirmes mit einem bunten Programm und eine üppig gedeckte Kaffee und Kuchentafel an.

Kirmesvater Christoph Oeste und Kirmesmutter Jasmin Albrecht zogen mit ihren Mitstreitern eine positive Bilanz. „An allen Abenden hatten wir eine großartige Besucherresonanz, das war jeweils publikumsmäßig schon der Wahnsinn in der Flachsrose.“

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Standen beim Umzug im Mittelpunkt: der Strohbär mit Kirmesmutter Jasmin Albrecht, Kirmesvater Christoph Oeste, Bärenführer Alexander Hirzel (links) und Polizist Matthias Knatz.

Quelle: © HNA vom 05.10.2016

und immer wieder war der Schlachtruf der Elbenberger  Kirmesjungen & Mädchen zu hören: woss feiern me…Kirmes unn wo woll me hinne…do nufff, do nuff.
Unn se komen hi nuff zum Türmchen und strengten sich mächtig an die gut 12% Steigung zu erklimmen und das noch recht “Fit”.
Geschafft und nun wird sich erst einmal auf die Bank gesetzt und den Ausblick genossen, den Ausblick auf jene die den Berg noch zu erklimmen hatten.
Eine wohlverdiente Pause wurde von allen Teilnehmern hier oben gehalten,
der Bär mit Begleitung durfte sich setzen.

weitere Fotos: ©dieter rohrbach

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