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“Elberberger Türmchen”

30.06.18 (Elbenberger Einrichtungen, Elbenberger Geschichte)

    30 Jahre Pachtvertrag
 durch die Stadt Naumburg

 

 

 

und eine noch längere Geschichte dieses historischen Gebäudes, aber eines nach dem anderen.

Die Geschichte des “Elberberger Türmchen”
1: Lagebeschreibung & Hausnummer

    Elberberger Türmchen

2: Baubeschreibung & Nutzung

Es wurde 1825 durch Rudolf v.Buttlar als landschaftsverschönernde Maßnahme errichtet.

Erbaut aus Feldbrandsteinen.

Mündlich wird dagegen berichtet, es sei 1846/47 im Hungerjahr wegen 15 Arbeitsbeschaffung vom Kurhessischen Kammerherrn Rudolf von Buttlar errichtet worden.

1985 wurde der Magistrat der Stadt Naumburg beauftragt, mit der Eigentümerin Verhandlungen über eine kostenlose Pacht aufzunehmen. Ein Kostenvoranschlag beziffert die Instandsetzungskosten auf 26.000 Mark (Wolfhager Allgemeine v. 21 19.9.1985). Zur Instandsetzung erhalt die Stadt Naumburg einen Zuschuss von 24.000 DM vom Land Hessen (Wolfhager Allgemeine v. 19.9.1987). 1988 sind die Gesamtkosten auf 40.000 DM gestiegen. „Arbeiter des städtischen Bauhofs haben schon auf der Anhöhe nahe dem Türmchen einen offenen Grillplatz mit Sitzgruppen angelegt. Nun sind sie damit beschäftigt, das Wahrzeichen Elbenbergs zu einem Aussichtsturm mit Unterstell Möglichkeit auszubauen (Wolfhager Allgemeine v. 4.6.1988).

Erneute Außenrenovierung 2000.

4: Eigentümer & Bewohner: v.Buttlar-Stümcke

5: Verschiedenes: Vom Türmchen aus konnte man die ausgedehnte Kirschenplantage gut überblicken. Außerdem fanden hier kleinere Jagdpausen der Herrschaft statt. Außerdem sollen in der 1846er Hungerzeit die Angehörigen der kleinen Leute hier ihre Kinder erwartet haben, nach Lohne und die umliegenden 48 Bauerndörfer geschickt waren, um Brot zu sammeln (Sammlung Fritz Schiller).

Am Abend der Sitzung des neuen Reichstags, am 2.4.1933, zieht ein Fackelzug durch Elben bis zum Elberberger Türmchen (Dorfchronik „Elbenberg“, S.75).

Knoeppel: Hauschronik Elbenberg~(Stand: 7.2.2012)
Hauschronik für Elben und Elberberg 2-02.2015, bis dahin aus der “Heimischen Geschichte”.

1988 wurde das „Türmchen“ 35 Jahre durch die Stadt Naumburg von Frau v. Buttlar-Stümke angemietet, anschließend renoviert und als Aussichtsturm hergerichtet (Naumburger Nachrichten, Jahresrückblick 1988/ Wolfhager Allgemeine v. 14.9.1988).

AM EINGERÜSTETEN Elberberger Türmchen bessern städtische Arbeiter den schadhaften Außenputz aus und bauen den Turm zu einem Aussichtspunkt für Touristen aus. (Foto: vp)
Arbeiten haben begonnen
Elbenberger Wahrzeichen wird zum Aussichtsturm.
EIbenberg [vp]. Die Stadt Naumburg saniert zur Zeit das Elbenberger Türmchen, nachdem der Hessische Minister für Wirtschaft und Technik eine Zuwendung in Höhe von 24 000 Mark im ‘Rahmen der Fremdenverkehrsförderung bewilligt hat. Die Gesamtkosten werden 40 000 Mark betragen, wozu auch eine Kreiszuschuß beantragt ist.   ‘

Arbeiter des städtischen Bauhofes haben schon auf der Anhöhe nahe dem Türmchen einen offenen Grillplatz mit Sitzgruppen angelegt. Nun sind sie damit  beschäftigt, das Wahrzeichen EIbenbergs zu einem Aussichtsturm mit Unterstellmöglichkeit auszubauen. Seit einigen Tagen ist deshalb der Turm eingerüstet, und es ist geplant, diese Arbeiten bis zu Elbenberger Festwoche anläßlich des Kirchbau- und Dorffestes abzuschließen. Dann kann der Turm erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Er wird dann unverschlossen bleiben und bis zum Kaminzimmer in der ersten Etage begehbar sein.

Bemerkenswert ist die Lage des Türmchens nicht nur wegen seiner herrlichen Aussicht auf Dorf und Schloß EIbenberg und das Elbetal, sondern auch wegen seines geographischen Standorts. Es liegt direkt auf einer gedachten Linie zwischen der Weidelsburg und dem in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbauten Aussichtsturm bei Riede auf dem Klauskopf.

Kammerherr Rudolph von Buttlar hat um 1825 diesen Turm oberhalb des Dorfes erbaut, wohl aus Ausdruck einer romantischen Naturverbundenheit. Aus zeitgenössischen Briefwechseln geht hervor, daß der Turm wohnlich eingerichtet werden sollte. Davon zeugt noch heute der Kamin in der ersten Etage. In päteren Jahren soll von hier aus ein Wächter die nahegelegenen Kirschenplantagen beaufsichtigt haben.

Im Volksmund wird es noch heute als .Pulverturm” bezeichnet, da Dr. Hugo von Buttlar als damaliger Besitzer einer der bedeutendsten Waffensammlungen Deutschlands in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hier waffentechnische Experimente durchgeführt haben soll.

 

35 Jahre Posaunenchor am Türmchen 1982-2017, so lang ist es nun auch schon wieder her das sich der Posaunenchor alljährlich hier oben am „Türmchen“ zu einem Ständchen einfindet und seit geraumer Zeit auch gemeinschaftlich Gottesdienst gehalten wird. Dies ist, wie ich ich meine eine sehr schöne Sache und mit viel Arangemant eingebracht.

am 30.08.2015 aus “Elbenberg” ,

also  vor “27 Jahren 

Türmchen droht zugebaut zu werden
„Schmerzgrenze ist erreicht“

Das Elberberger Türmchen, Wahrzeichen des Naumburger Stadtteils über dem Dorf nahe der Straße nach Merxhausen, droht durch die näher rückende Bebauung nahezu verdeckt zu werden. In unmittelbarer Nähe entsteht ein Wohngebiet – ein Haus ist fertig, eines am Bau. Folge, der Blick vom Dorf auf das Bauwerk wird so stark beeinträchtigt, daß der Turm seine historische Funktion in expandierter Lage über dem Dorf verliert

Nach Ansicht des Bezirkskonservators Dr. Hans-Joachim Haassengier vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflege in Marburg ist mit der jetzigen Bebauung die Schmerzgrenze erreicht”. Gleichwohl sieht der aus.dem Jahr 1974 stammende gemeindliche Bebauungsplan an dieser Stelle die Errichtung weiterer Wohnhäuser im Bereich Turmweg / Triftweg vor.

Das Elberberger Türmchen wurde im Jahr 1825 vom Kammerherrn Rudolph von Buttlar oberhalb des Dorfes errichtet. Es war zunächst wohnlich ausgestattet und hatte auch einen Kamin. Später diente es dem Wächter einer nahegelegenen Kirchenplantage als Unterkunft und schließlich dem bekannten Sprengstoffexperten Dr. Hugo von Buttlar zum Aufbewahren eines Teils seiner umfangreichen Waffensammlung. So ist in den vergangenen anderthalb Jahrhunderten das liebevoll als “Türmchen” bezeichnete Gebäude zum weithin sichtbaren Wahrzeichen der Gemeinde geworden.

Ist die im Bebauungsplan vorgesehene Bebauung erst einmal fertiggestellt, wird wohl lediglich das Turmdach noch über die Dächerfront der davorstehenden Häuser hinausragen. Unverbaut wird nur noch die Ansicht aus Richtung Merxhausen sein. Die Beeinträchtigung beschränkt sich aber nicht nur auf den unter Denkmalschutz  stehenden Turm, den die Stadt Naumburg kürzlich auf 30 Jahre gepachtet und renoviert hat. Sie wirkt sich auch auf die Umgebung aus, da der freie Blick vom neu errichteten Grillplatz auf das Dorf dann ebenfalls gestört sein wird.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie ein bereits vorhandenes historisches Bauwerk mit der heranrückenden Wohnbebauung ohne Einfühlungsvermögen konfrontiert wird, findet man in Habichtswald-Ehlen: Dort ist der ehemals freistehende Wartturm ab Mitte der 60er Jahre von einem Wohngebiet eingeschlossen worden. Heute ist er in ein Privatgrundstück integriert und vom öffentlichen Straßenraum aus nicht zugänglich. Seine geschichtliche Bedeutung wird ohne Rücksicht auf die Eigenart des Bauwerks einer zweckentfremdenden Vorgartenkulisse geopfert.

Angesichts dieser Situationen sind anscheinend umgekehrte Prioritäten gesetzt worden. 

Wenn in einem alten Ortskern neu gebaut wird, muß sich das Bauvorhaben in die vorhandene Situation einfügen. Umgekehrt hat aber wohl nicht die gleiche Rücksichtnahme gegolten, so daß die historische Bebauung nunmehr im Neubaugebiet wie ein Fremdkörper wirkt.

Der unsensible Umgang mit der vorgefundenen historischen Bebauung hat seine Ursache darin, daß bei der Aufstellung der Baupläne vor Inkrafttreten des Denkmalschutzgesetzes im Jahr 1975 die Belange des Denkmalschutzes nicht so stark berücksichtigt worden sind, wie das heute der Fall wäre.

Nach Auskunft von Abteilungschef Dietmar Schäfer, Bauaufsicht Wolfhagen. sind diese Belange schon in die Planaufstellung eingeflossen, so daß in der Regel aufgrund der alten Bebauungspläne heute Baugenehmigungen erteilt werden müssen, wenn das Vorhaben den Festsetzungen des Plans entspricht. Für den Fall, daß sich die Ansichten zur Schutzwürdigkeit bestimmter historischer Gebäude in der Verwaltungspraxis geändert haben. hätten die Gemeinden selbst etwas unternehmen müssen.

Um solche Bauwerke vor der Entfremdung durch neue Wohngebiete zu schützen, könnte über eine Planungsänderung ein Umgebungsschutz für die historische Anlage erreicht werden. Etwas mehr Fingerspitzengefühl der zuständigen Behörden sollte nach langjähriger Erfahrung mit Projekten ‘der. Altstadt- oder Dorfsanierung anzunehmen sein. Ihre Umsetzung stößt aber anscheinend auf praktische Schwierigkeiten. Laut Bürgermeister Ludwig Noe wäre eine Änderung des Bebauungsplanes wegen der daraus folgenden Entschädigungspflicht gegenüber dem Grundstückseigentümer bei der gegenwärtigen angespannten Haushaltslage nicht durchsetzbar gewesen.

Ähnliche bauliche Unvereinbarkeiten können künftig bei heute noch abgelegenen Mühlengehöften oder bei Bildstöcken und kirchlichen Prozessionsstationen eintreten, wenn die Bebauung fortschreitet. 

Trotz.eines rechtmäßigen bauaufsichtlichen Verfahrens bleibt damit als unbefriedigendes Ergebnis, daß nach heutiger Ansieht die Belange des Denkmalschutzes zu kurz kommen und Ortbilder bleibenden Schaden nehmen, solange die Gemeindeverwaltungen ihr geändertes städtebauliches Bewußtsein nicht in Planungsänderungen umsetzen.

Volker Knöppel

Leider ist die Verbuschung heute das Problem unterhalb des Türmchens, durch den Hecken- und Baumbewuchs ist es leider nicht mehr möglich in der Wachstumszeit zum Türmchen hin und vom Türmchen hinunter zu schauen. Dies wird sich auch nicht wirklich ändern, weil sich dann doch keiner Zuständig fühlt.
Es wird durch die Bauhofmitarbeiter die Wiesenflächen gemäht und durch Gerd Förster & Dieter Rohrbach ehrenamtlich auf den weitern Zustand und Sauberkeit zwischendurch geprüft, um evt. Beschädigungen an den Einrichtungen weiterzuleiten.

 Das waren wohl noch Zeiten als die “Hüteschäfer” diese Wiese noch bewirtschafteten

 

 

 

KITA Elbenberg
Nachdem der Lesepate Dieter Rohrbach der Kindertagesstätte Elbenberg die Idee überbrachte für die Abschlussgruppe einiges der Brüder Grimm Geschichten vortragen zu wollen, wurden vorher historische Gebäude ausgesucht, wo unter anderem der „Elberberger Turm“ eine perfekte Kulisse für das Märchen Rapunzel hergab. Die erste Lesung fand dann in 2014 mit den Betreuerinnen und den Kindern hier oben im und am Türmchen statt. Die Lesung fand unten im Turmraum statt, dort stehen auch halbrund angelegte Sitzgruppen die die Kinder belegten. In historischer Kleidung las Dieter dann die Geschichte unter aufmerksamen Augen und Ohren der Kinder vor. Als dann zum zweiten Mal der Ausruf „Rapunzel, Rapunzel lass Dein Haar herunter“ kam, traten wir alle vor die Turmtür und just in dem Moment ließ eine Betreuerin ein „Schiffstau“ als Haarersatz herunter und die Geschichte fand dann auch hier ihr Ende. Es war ein Erfolg für beide Seiten und weiter kam es jedes Jahr zur Wiederholung.

 

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