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Kernstadt

03.01.19 (Allgemein, aus der Kernstadt)

mit der Naumburger Unterwelt beginnt unser neues Jahr, Besichtigung der Unterwelt

 

 

Geschichten unter den Häusern
Besichtigung der Unterwelt in Naumburg
Rundgang durch fünf mittelalterliche Keller in Naumburger Altstadt

Der Vorsitzende Dr. Volker Knöppel und die Mitglieder des Geschichtsvereins

Naumburg hatten sich eine solche Publikumsresonanz insgeheim zwar erhofft, waren jedoch positiv überrascht davon, wie viele Interessenten sich für die Keller in ihrer Heimatstadt an der kleinen Elbe interessierten.

In Absprache mit den Hauseigentümern bot der Geschichtsverein eine Besichtigung unter fachlicher Führung von fünf mittelalterlichen Kellergewölben an: in der Unteren Straße 18 und 20, Kirchstraße 3, Burgstraße 11 und Altenhasungen 10. Die überwiegend aus dem 12., beziehungsweise 13. Jahrhundert stammen. Also aus der Zeit der Gründung der Stadt Naumburg, die urkundlich erstmals im Jahr 1170 erwähnt wurde. Die Burg taucht in den historischen Quellen erst zwölf Jahre später auf.

Dr. Volker Knöppel: „Insgesamt hat der Geschichtsverein aktuell 73 solcher spätmittelalterlichen Gewölbekeller in der Naumburger Altstadt erfasst uns dokumentiert, und zwar in Häusern, die schon vor dem großen Stadtbrand im Jahr 1684 vorhanden waren.“ Bei diesem verheerenden Feuer fielen fast alle Gebäude der Naumburger Altstadt in Schutt und Asche.

Die aus Feld- und heimischen Sandstein errichteten Keller blieben weitestgehend verschont. Auf diesen räumlichen Fundamenten, die den Bewohnern vorübergehend teilweise als Wohnstatt dienten, wurden neue Fachwerkgebäude errichtet, die, wie die Häuser Burgstraße 11 und Untere Straße 18, später erneut durch Feuer zerstört wurden.

Der heute vom Ehepaar Dr. Denzil Wraight und seiner Frau Claudia Fürnkas-Wraight bewohnte Haus an der Burgstraße war früher mit das imposanteste Fachwerkgebäude der Stadt. 1895 brannte es ab und wurde ein Jahr später als Klinkerbau neu errichtet. Hier treffen zwei geschichtliche Zeitepochen aufeinander. Einmal der Keller aus dem Jahr 1895, von dem man über eine Treppe in den tiefer gelegenen Tonnengewölbekeller aus dem 12./13. Jahrhundert gelangt. Von der räumlichen Dimension ist es vermutlich der größte historische Naumburger Keller aus dem Spätmittelalter, an dem bis zum heutigen Tag architektonisch nichts verändert wurde.

In allen fünf geöffneten Gewölbekellern gab es für die Besucher fachkundige Erklärungen und Informationen zur jeweiligen Geschichte des Wohn- oder Geschäftshauses. In einem Keller (Untere Straße 20) zeigte Kunststeinmetzmeister Uwe Bächt anhand eines Miniaturmodells den Besuchern die mittelalterliche Bauweise von Gewölbekellern.

Dr. Volker Knöppel: „Sinn und Zweck unserer Kellerexkursion ist es auch, die Naumburger auf das bevorstehende 950-jährige Stadtjubiläum in 2020 einzustimmen und zu sensibilisieren.“

Besichtigung mittelalterlicherr Kellergewölbe in Naumburg Dr. Volker Knöppel (Dritter von links) informierte die Besucher, hier im größten Keller der Stadt im Haus Burgstraße 11.

Im schönen alten Gewölbe Dr. Denzil Wraight und seine Frau, Claudia Fürnkas-Wraight beim Gang in den Keller

Quelle, ©HNA=02.01.2019

 

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