Neues aus Elbenberg

was gibt es Neues, wer hat Informationen?

aus der “Kernstadt”

09.09.19 (Allgemein, aus der Kernstadt)

Berichte der
Stadtverordnetenversammlung
          

 

 

 

 

 

Neubau soll spätestens 2021 in Betrieb gehen
Naumburger Parlament segnet Pläne für neue Kita ab

Hier soll gebaut werden: Dort, wo früher das Forstamt stand, wird die Stadt Naumburg den neuen Kindergarten bauen. © Norbert Müller

Einen Eindruck, wie der neue Kindergarten in der Naumburger Kernstadt voraussichtlich aussehen wird, vermittelte die Verwaltung während der Stadtverordnetensitzung.

Bürgermeister Stefan Hable (CDU) stellte das Raumkonzept vor und präsentierte den Entwurf des mit der Planung beauftragten Fritzlarer Architekten Christian Gerlach.

Die Grundlage wiederum für das Raumkonzept lieferte das pädagogische Konzept, das von der Naumburger Kita-Leiterin Roswitha Möller und der Erzieherin Daniela Dey ausgearbeitet wurde, wie Hable erklärte. Danach wird es bei einer eingeschossigen Bauweise eine Netto-Nutzfläche von knapp 1100 Quadratmetern geben. Um das leichte Gefälle des Geländes aufzufangen, wird der vordere Bereich des Gebäudekomplexes auf Stahlstelzen stehen und damit einen kleinen Teil des Außenspielbereichs überdachen.


So könnte es aussehen: Der Entwurf von Architekt Christian Gerlach zeigt den künftigen Naumburger Kindergarten. Repro Stadt Naumburg. (Quelle=HNA, s. unten)

Die Kita wird Platz bieten für fünf Gruppen. Schlafmöglichkeiten für die Kinder sind in der Planung ebenso berücksichtigt wie ausreichende Differenzierungs- und Funktionsräume. Den großzügigen Flurbereich, sagte Hable, könne man fast schon als Atrium bezeichnen. Hier sollen in Verbindung mit dem Mehrzweckraum, der vor allem für das Bewegungsprogramm vorgesehen ist, auch größere Veranstaltungen stattfinden können. Neben dem Eingang wird es einen Bereich geben, der als Kindercafé geplant ist. Spezielle Räume für das Personal runden die Innengestaltung ab.

Gebaut wird auf dem Gelände der früheren Oberförsterei. Die Größe der Grundstücks: 5200 Quadratmeter.

2,9-Millionen-Euro-Projekt
Die vorgestellten Außenansichten, betonte der Bürgermeister, seien „die ersten Entwürfe“. Die vorgestellte Planung wurde vom Parlament einstimmig verabschiedet. Der Beschluss, erläuterte Hable, sei vor allem auch wichtig, um den Förderantrag für das 2,9 Mio. Euro teure Projekt absenden zu können. Mit dem Beschluss habe man nun alles zusammen, was gebraucht werde.

Nach der Abstimmung fange die maßgebliche Arbeit in der Umsetzungsphase des Projektes an. Ziel sei, spätestens 2021 den neuen Kindergarten, der auch künftig in der Trägerschaft der katholischen Kirche betrieben wird, zu eröffnen.

Die Planung beruhe auf dem erwarteten künftigen Bedarf. Derzeit biete die Kernstadt-Kita 90 Plätze für Kinder ab dem 22. Lebensmonat. Künftig soll die Rahmenkapazität bei 112 Plätzen liegen, wobei zwölf Plätze für eine Krippengruppe ab dem zehnten Lebensmonat vorgesehen sind. Die bisherige für die Stadt zentrale Betreuung von einjährigen Kindern in der städtischen Kita in Elbenberg wird dann aufgegeben. Die Krippengruppe in Elbenberg bleibt aber bestehen.

Für eine kurze Diskussion sorgte die Nachfrage der Stadtverordneten Christine Hoffmann (Linke), auf welcher Grundlage man die Zahlen für die in den kommenden Jahren zu erwartenden Kindergartenkinder ermittelt habe. Dabei wurde deutlich, dass entsprechende Prognosen recht vage sind und letztlich nur aus Erwartungen aus heutiger Sicht abgeleitet werden können.

Quelle: ©Bericht HNA v. 07.09.2019

Bürgermeister antwortete auf Anfrage zur Vermeidung von Steinwüsten
Stadt Naumburg kann Trend zu Schottergärten nicht stoppen


Die Stadt Naumburg kann Trend zu Schottergärten nicht stoppen. © Carmen Jaspersen/dpa

Für die einen sind Schottergärten das Mittel der Wahl, wenn die bisherige Grünfläche vor dem Haus pflegeleicht gestaltet werden soll. Für andere sind es tote Flächen, naturfern und hässlich.

Die SPD-Stadtverordnete Wilburg Kleff fragte nach, ob es Möglichkeiten seitens der Stadt Naumburg gibt, den Trend zu Schottergärten und Steinwüsten zu stoppen und ob es zudem Planungen gibt, auch entsprechende städtische Flächen wieder ökologischer zu gestalten.

Bürgermeister Stefan Hable antwortete während der jüngsten Stadtverordnetensitzung. Der Trend zu Schottergärten habe offensichtlich stark mit einer veränderten Nutzung privater Gärten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu tun: weg vom Nutzgarten mit Flächen zum Anbau von Obst und Gemüse hin zur gewünscht pflegeleichten Parzelle. Diesen Trend könne ganz sicher nicht die Kommune stoppen, „derartige gesellschaftlichen Entwicklungen entscheiden sich auf einer anderen Ebene“, sagte der Verwaltungschef.

In konkreten Fällen habe die Stadt nur die Möglichkeiten, die ihr rechtlich gegeben sind. Hable sagte, es gebe letztlich „zwei Ansätze, die für unterschiedliche Gebiete gelten: mit oder ohne Bebauungsplan, sofern dieser Festsetzungen zu den nicht überbauten Flächen trifft“.

In beiden Fällen sieht aber die Stadt den Landkreis Kassel mit seiner Bauaufsicht letztendlich als die Instanz, die im jeweiligen Einzelfall über die Rechtmäßigkeit der Gestaltung zu entscheiden hat.

Zur Frage nach etwaigen Planungen, auch in Frage kommende städtische Flächen wieder ökologischer zu gestalten, sagte Bürgermeister Hable, dass innerstädtisch bereits an verschiedenen Orten Blühstreifen angelegt worden seien. „Außerstädtisch wurden die Wiesen im Bereich des Alten Waldes im Zuge des Tausches erworben und einer extensiven Nutzung zugeführt“, erklärte der Bürgermeister dazu weiter.

Quelle: ©Bericht HNA v. 08.09.2019

 

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