Neues aus Elbenberg

was gibt es Neues, wer hat Informationen?

aus der “Kernstadt”

12.09.19 (aus der Kernstadt)

noch einmal interessantes aus 
dem Rathaus 

 

 

 

 

 

Stadt erwartet geringere Überschüsse aus Forstwirtschaft
Kranker Wald lässt Naumburger Stadtkasse leiden

Derzeit ein schwieriges Geschäft: Im durch Stürme, Trockenheit und Borkenkäferbefall arg leidenden Wald gibt es derzeit vor allem beim Fichtenholz ein Überangebot mit entsprechendem Preisverfall.

Unser Foto zeigt einen Fichtenpolter im Naumburger Stadtwald.  © Norbert Müller

Auf die grüne Sparkasse, wie die Naumburger den Stadtwald nennen, war über Jahrzehnte Verlass: Über den Holzverkauf nahm die Kommune immer stattliche Summen ein, die der Stadtkasse gut taten.

Zu Beginn der jüngsten Stadtverordnetensitzung machte Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable (CDU) klar: Damit ist es erst mal vorbei.

Wenn Sie offenen Auges durch die Gemarkung gehen, dann sehen Sie, unserem Wald geht es nicht gut“, sagte der Bürgermeister während der Sitzung im Haus des Gastes. Stürme, die Trockenheit des vergangenen Jahres und auch dieses Sommers und dazu die explosionsartige Vermehrung des Borkenkäfers in diesem Jahr, haben dem heimischen Wald schwer zugesetzt. Abgestorbene Fichten, die mit ihrer rotbraunen Farbe deutlich sichtbar sind, aber auch kranke Kiefern und jetzt auch unter dem Trockenstress leidende Laubbäume wie Buchen, sind unübersehbar und tragen dazu bei, dass die bisherigen Erwartungen kippen.

So sei man beim Aufstellen des Haushalts noch von einem Überschuss aus dem Holzverkauf von rund 160.000 Euro ausgegangen. „Das ist nicht zu halten“, sagte Hable. Derzeit sei man dabei zu ermitteln, wie sich die wirtschaftliche Situation im Wald tatsächlich entwickelt. Es sei schwierig, „eine solide Prognose abzugeben“. In den kommenden Jahren werde die Stadt versuchen, die abgängigen Bestände klimastabil wieder aufzuforsten. „Das wird sehr, sehr viel Geld kosten“, sagte Bürgermeister Hable, der damit das Parlament schon mal darauf hinwies: „Uns wird also deutlich Geld fehlen.“

“Was wir jetzt machen, wirkt erst in 100 Jahren”
„Was wir jetzt im Wald machen, wirkt erst in 100 Jahren“, betonte der Verwaltungschef. Und so sei es „umso bedeutender, dass die Stadt am Klimwald-Projekt teilgenommen hat“, bei dem es genau darum ging, wie man heute die Weichen für den klimarobusten Wald der Zukunft stellt.

Der Notstand im Forst hat auch Auswirkungen auf den Brennholzverkauf der Stadt Naumburg. In den vergangenen Jahren wurden für die Heizperioden im Naumburger Stadtwald jährlich fast 1000 Festmeter Brennholz eingeschlagen. „Um auch in Zukunft die nachhaltige Bewirtschaftung des Stadtwaldes sicherzustellen, können mittelfristig diese Kontingente nicht mehr zur Verfügung gestellt werden“, teilt die Stadt den Brennholz-Interessenten mit.

Deswegen hat die Stadtverwaltung für den bevorstehenden Brennholzeinschlag neue Bedingungen für den Verkauf festgelegt. Aus dem Stadtwald werden für die Saison 2019/2020 maximal 500 Festmeter Brennholz abgegeben, und zwar bevorzugt an Brennholzkunden, die ihren Hauptwohnsitz in Naumburg haben. Zur Neuregelung gehört auch, dass die maximale Abgabemenge von Brennholz pro Haushalt mit Brennstellen auf 20 Festmeter begrenzt wird. Auch Schlagabraum und Kronenholz steht nur noch in eingeschränkten Mengen zur Verfügung.

„Besonders günstig“ gibt es dagegen wegen der Borkenkäferproblematik derzeit Fichtenholz, denn, so die Stadtverwaltung: „Die Abnahme von Nadelholz kommt der Forstschutzsituation im Stadtwald Naumburg zugute.“

 

Stadtverordnete beauftragen Magistrat mit Aufspüren
Naumburg: Neue Plätze zum Bauen sollen her

Der Magistrat wurde nun vom Stadtparlament beauftragt, auszuloten, wo man neue Parzellen anbieten könnte.

© Archivfoto: Norbert Müller

Neue Bauplätze sollen her, vor allem in der Naumburger Kernstadt, in Elbenberg und Altenstädt, denn die Stadt selbst hat keine mehr im Angebot.

Der Magistrat wurde nun vom Stadtparlament beauftragt, auszuloten, wo man neue Parzellen anbieten könnte.


© Archivfoto: dieter

Die SPD hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht, den Fraktionschef Uwe Förster begründete. Aus seinem Heimatort, Elbenberg, wisse er, dass es viele junge Leute gebe, die sich für einen Bauplatz interessieren. Um die jungen Leute im Ort zu halten, was laut Förster vorteilhaft für die Gemeinschaft sei, müsse man ihnen auch entsprechende Angebote machen können. Darauf zielte nun der Antrag der SPD und damit der Auftrag an den Magistrat.

Der soll nun innerörtliche Flächen ermitteln, die der Stadt gehören und sich für eine Wohnbebauung eignen. Den Stadtverordneten sollen diese Flächen dann präsentiert werden, damit das Parlament dann gegebenenfalls durch die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen eine Umwandlung in Bauland vornehmen kann.

Ziel:  Grundstücke kaufen
Mit den Eigentümern von bebaubaren Grundstücken in unbeplanten Innenbereichen oder an Ortsrändern soll der Magistrat Kontakt aufnehmen. Das Ziel: Die Grundstücke zu kaufen, sofern innerhalb der nächsten drei Jahre keine eigenen Bauabsichten bestehen. Die Kaufpreise sollen vorher gebietsbezogen nach transparenten Kriterien festgelegt werden und nicht nachverhandelbar sein.

In Naumburg soll eine Erweiterung des Baugebiets „Nernerwiesen II“ um eine weitere Baureihe geklärt werden. Für Elbenberg lautet der Auftrag an den Magistrat, er möge prüfen, ob ein Teil des Baugebietes „Am Heckenrain“ erschlossen werden kann. Und für den Stadtteil Altenstädt soll der Magistrat herausfinden, ob eine Erweiterung des Baugebietes „An der kleinen Hardt“ in Richtung Wolfhager Straße machbar ist. In allen Fällen sollen auch die Kosten einschließlich der Aufwendungen für einen gegebenenfalls nötigen Grunderwerb ermittelt werden.

Einig waren sich die Stadtverordneten zudem, dass ein besonderes Augenmerk daraufgelegt werden soll, den Landschaftsverbrauch so gering wie möglich zu halten.

Quelle: ©Bericht HNA v. 10.09.2019

 

 

               

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