Neues aus Elbenberg

was gibt es Neues, wer hat Informationen?

Waldbegang in Naumburg

20.09.19 (Allgemein, aus der Kernstadt, Infos vom www.elbenberg-Team)

 Unterwegs auf den Spuren des Klimawandels

 

 

 

 

 

Stadt Naumburg hatte zur Tour durch den „Alten Wald“ und den Kronberg eingeladen.

Stürme, Trockenheit, Borkenkäfer – der Forst leidet. Auch der Naumburger Stadtwald ist davon nicht ausgenommen. Davon konnten sich die gut 30 Teilnehmer einer Wanderung am Sonntag, zu der Bürgermeister Stefan Hable und Förster Peter Muster eingeladen hatten, überzeugen.

Vier Stunden lang ging es unter Fachkundiger Führung durch den Alten Wald und den Kronberg. Hable und Muster erläuterten den Wanderern die vielfältigen Funktionen des Ökosystems Wald, sie wiesen aber auch eindringlich auf die Belastungen hin, denen auch der Naumburger Stadtwald zunehmend durch den Klimawandel ausgesetzt ist.

Auf der gut 10 Kilometer langen Tour konnten die Auswirkungen der Klimaveränderungen begutachtet werden, die vor allem in den Fichtenbeständen deutlich werden, inzwischen aber auch ihre Spuren hinterlassen.

In diesem Zusammenhang gingen der Bürgermeister und der Forstmann auch auf das Projekt Klimawald ein, an dem sich neben anderen Kommunen auch die Stadt Naumburg beteiligt hatte. Die Teilnehmer der Tour erfuhren, dass die Mischbestände im Alten Wald mit Eiche, Buche, Kiefer und Fichte sich im Hinblick auf den Klimawandel als deutlich robuster erweisen, als die Monokulturen etwa der Fichte.

Die Schäden sind nicht zu übersehen: Im Alten Wald machten die Wanderer Halt in einem Bereich, in dem im März der Orkan Eberhard viele Fichten fällte.
Foto: Dieter Rohrbach

Quelle: ©HNA vom 18.09.2019

 

In der selben HNA Ausgabe war auch dies zu lesen.

Holzverkauf neu geregelt
Vier Altkreis-Kommunen verabschieden sich von Hessen Forst.


©Norbert Müller

Der Verkauf des Holzes aus den Kommunalwäldern Zierenberg, Habichtswald, Breuna und Naumburg wird ab dem 1ten Oktober nicht mehr über Hessen-Forst laufen, sondern von privaten Anbietern übernommen.

Hintergrund des Wechsels der Kommunen ist der Rückzug von Hessen Forst aus der Holzvermarktung der Kommunalwälder. Das Kartellamt hatte 2015 ein Verbot verschärft, das den gemischten Verkauf von Holz aus Staatswald, Kommunal- und Privatwald verbietet. Es soll mehr Wettbewerb auf Anbieterseite von Rundholz entstehen. Dies gilt für alle Städte und Gemeinden, die mehr als 100 Hektar Wald haben.

Die Kommunen mussten sich nun jeweils um eigene Lösungen bemühen. Auch Wolfhagen stehe kurz vor einer Lösung, sagt Bürgermeister Reinhard Schaake. Da Bad Emstal unter die 100 Hektar Grenze fällt, bleibt Hessen Forst weiter im Boot.

Die Kommunalwald Waldeck-Frankenberg GmbH wird ab 1. Oktober dieses Jahres die Holzvermarktung und ab 2021 die Beförsterung der Breunarer Wälder übernehmen. Die Gesellschaft, die an die Waldeckische Domanialverwaltung des Landkreises angegliedert ist, wurde jetzt gegründet. Gegründet. In Zierenberg und Habichtswald kümmert sich die Familie Malsburg von Gut Escheberg um den Verkauf des Holzes. Dieser Betrag ist laut Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn zunächst auf drei Jahre befristet. Din Naumburg übernimmt ab 1. Oktober ebenfalls ein privater Anbieter.

Im Nachbarkreis Waldeck-Frankenberg bringen die Partner, zu denen Breuna gehört, eine Forstbetriebsfläche von über 35000 Hektar in die Gesellschaft ein. „Dafür haben wir in der GmbH zunächst sieben Mitarbeiter für die Holzvermarktung beschäftigt. Für die forstliche Bewirtschaftung wird Ende nächsten Jahres weiteres Personal eingestellt“., erläutert Hendrick Block, Geschäftsführer der GmbH mit Sitz in Bad Arolsen.

Zum 1. Oktober wird sich Hessen Forst aus dem Vertrag zurückziehen, ab 1. Januar 2021 wird die Beförsterung komplett von der neuen Kommunalwald GmbH übernommen – auch in Breuna.

Quelle: ©HNA vom 18.09.2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.