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Hexen und Zauberei

01.01.19 (Elbenberger Geschichte)

Hexen und Zauberei

Der Großvater des alten Simon Ritte, Kaufmann und Schuhmacher in Elben, (Der Vater von Lisbeth Große, geb. Ritte = Schwings Lisbeth) – vor 100 Jahren – kam eines Tages nach Hause und hatte den Kopf volI Läuse. Seine Mutter befahl ihm, einen Teil der Läuse in Papier zu wickeln und in das Haus der Dorfhexe zu tragen. Auf dem Gartengrundstück des Bauern Herzog (= Mariens) hatte die “Zauberfrau”, genannt „Elseweth = Elsbeth”, ihr Häuschen stehen. Der Bauer Herzog findet heute noch beim Umgraben Mauerreste dieses “Hexenhäuschens”. Er warf nach der Anweisung seiner Mutter die in Papier eingewickelten Läuse in ein Kochtippen der abwesenden Elseweth. Mit einem Schlage waren alle Läuse vom Kopfe weg.

Ein Onkel der Frau Meyer in Breitenbach musste jeden Tag ein neues Hemd anziehen, da das betreffende Hemd immer voll Läuse war. Er musste nun einige Läuse in eine Bohnenschale tun und in das Haus der als Hexe verschrienen Frau tragen und in ein Kochtöpfchen werfen. Mit einem Schlage waren die Läuse weg.

Konrad Schmidts Vater aus Elben erzählte beim Holzfällen, dass er ein paar Schweinchen hätte, die ganz elend wären. Da wurde ihm von einem Elbener Bewohner folgender Rat gegeben:
1.alle Türen zu verschließen und niemand ins Haus lassen,
2. mit einem Stecken die Schweinchen tüchtig verprügeln, da die Schweinchen verhext wären.

Die Dorfhexe kam während des Schlagens an die fest verschlossene Tür, konnte aber nicht ins Haus. Die Schweinchen aber waren von der Stunde an gesund und gerieten.

Wenn Schweinchen nicht fressen, wird dreimal an den Trog geschlagen. Damit ist der Hexenbann gebrochen.

Werden Läuferschweinchen zum Fettfüttern das erstemal in den Schweinestall des eigenen Hauses gebracht, so müssen sie über eine Barte in den Stalllaufen. Nur so habe man Glück.

Der Großvater des Bauern und langjährigen Bürgermeisters Heinrich Fischer, Christoph Fischer, soll das 6. und17. Buch Moses gehabt haben, in dem die Sprüche über Hexerei und Zauberei gestanden haben.

Der Schwiegervater des jetzigen Schmiedes Knatz, Johannes, kam einmal als junger Bursche von Sand her gegen Elberberg. Am Kohlhagen kam ihm – es war Mitternacht – ein Leichenzug entgegen.

Im Hause des jetzigen Schmiedes Haupt soll es gespukt haben. Der gen. Schwiegervater des Schmiedes Knatz. der alte Eubel, war mit einer geb. Schröder, Bauerntochter aus dem Schröderhofe in EIben verheiratet und hatte dieses Haus als Mitgift seiner Frau bekommen. Der alte Eubel sah angeblich in diesem Hause Männer mit Zylindern in dem Schornstein auf- und niederfahren.

Frau Meyers (“Pracha”) Schwiegervater kam einmal von Wichdorf her über Merxhausen gegen EIberberg mit einer Bank auf dem Rücken. Es war Mitternacht, als er im Käsebusch angekommen war. Da spürte er plötzlich, wie die Bank immer schwerer wurde. Sowie er den Käsebusch hinter sich hatte, hatte auch die Bank wieder ihr gewöhnliches Gewicht. Es soll ein Geist auf der Bank gesessen haben

Auf dem Dache des Stellmachers Knieling in Elben steht ein Wettergeist auf der Ost-Giebelspitze. Ein mit einem Schwert bewaffnetes Männchen sticht auf einen Drachen ein. Diese Gruppe ist aus Blech hergestellt

Wegen der Waldnähe rufen in Elben zur Paarungszeit immer viele Waldkäuze von hohen Bäumen von Hausgiebeln und vom Kirchendach nachts ins Dorf. Der Ruf klingt ‘wie: „Kuiwitt, Kuiwitt = kommt mit?” Es heißt dann bei abergläubischen Leuten. der “Totenvogel” ruft einen bald ab auf den Friedhof

Der Kuckuck sei auch ein Hexenvogel, da er sich im Sommer – weil man ihn nicht mehr höre in einen Habicht(Sperber) verwandelt

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