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Wie es auf der Hardtmühle aussah

01.01.19 (Elbenberger Geschichte)

Wie es auf der Hardtmühle aussah

Ursprünglich eine Papiermühle, derer von Buttlar. Die Familie Käseberg auf Elberberg sind Abstämmlinge der Papiermacher in Elben (Vorfahren der Käseberg). Das Papier wurde hauptsächlich von der Herrschaft verbraucht, also auch in Elben; Rohstoffe waren Lumpen. In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts sammelten Lumpensammler im Winter bei den Bauern Lumpen und schafften sie nach Kassel in die Papierfabriken. Letzter Papiermüller war ein gewisser Scheffer. Das Elbener Papier hatte auch ein Wasserzeichen (s. Anlage!)

Nach der Papiermühle wurde eine Bierbrauerei eingerichtet. Bayerische Bierbrauer trauten. Das Elbener Bier wurde ob seiner Güte bis nach Kassel gefahren. Weil nun der Rentmeister Heerdt von den Brauern verlangte, dass mit weniger Gerste auch gutes Bier gebraut werden sollte, wurde das Bier schlechter. Es traten Absatzschwierigkeiten ein. Das Bier wurde schließlich so schlecht, dass man das letzte Bier in die Elbe schütten musste.

Wo die ehemaligen Ankleidekabinen des Schwimmbades standen, war die Brauerei, die in den 70er Jahren d. v. Jh. abgebrochen wurde. Das Bierbrauen der ,,buttlarschen Bierbrauerei” wurde schon um 1850 herum eingestellt. Nach der Brauerei wurde eine Schneidermühle um 1850 aufgemacht, die noch 1960 im Betrieb war. Der Schneidermüller war der Zimmermeister Gustav Ludwig, ein Flüchtling aus dem Archer Ländchen im Sudetenland (heimatvertrieben). Der vorige Pächter der Schneidmühle nach dem letzten Kriege war Andreas Knatz aus Elben.

 Das Mühlrad trieb auch eine Zeitlang Pumpen für die Elberberger Wasserleitung, bis die neue Leitung aus dem Alten Wald eingerichtet war.

 Die heutigen Schafställe wurden in den 70er Jahren d. v. Jh. gebaut. Die Schafställe standen am heutigen Bringmanns Hofe in Elben, jetzt Dieter Heidrich. Sie wurden hier abgebrochen und in der Hardtmühle aufgebaut. Die heutige Küche im Erdgeschoss des Georg Bringmannschen Hofes war die Schnapsbrennerei der Elberberger Herren. Der Felsenkeller auf der Hardtmühle war der Kühlraum für das Buttlarsche Bier. Um 1894 wurde auf dem Rasen zwischen den Linden vorm Felsenkeller getanzt, während die Musikanten über dem Felsenkeller saßen und aufspielten. Im letzten Kriege wurde der Felsenkeller im Hardtkopf mit Hilfe polnischer und russischer und französischer Fremdarbeiter zu einer unterirdischen Munitionsfabrik oder einem Rüstungsbetrieb in Ausbau genommen, aber nicht fertiggestellt. Die Amerikaner ließen 1945/46 diese unterirdischen Anlagen sprengen. In einem erhalten gebliebenen Teil lagerte der Elberberger Wirt sein Bier.

 An der Stelle des Transformatorenhäuschens stand die Zehntscheuer (abgebrochen in den 1870er Jahren). Wo die Familie Feichtinger ihr Holz stapelte, stand ein Backofen. In den 1870er Jahren wurde auch die Brücke nach Altendorf zu gebaut.

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